Patienteninfo

Häufig gestellte Fragen

Ist eine kieferorthopädische Behandlung auch bei Erwachsenen möglich?

Ja. Unregelmäßige Zähne, Funktions- und Kaustörungen sind in jedem Alter regulierbar. Voraussetzung ist jedoch ein gesunder Zahnhalteapparat (Parodont).


Müssen in einer kieferorthopädischen Behandlung bleibende (gesunde) Zähne gezogen werden?

Nach Möglichkeit nicht. Manche Fehlstellungen sind allerdings so schwer ausgeprägt, dass es sich nicht vermeiden lässt. Entscheidend ist letztendlich immer die Größe der Kieferknochen.


Wie lange dauert eine kieferorthopädische Behandlung?

Je nach Ausmaß der Zahn- und/oder Kieferfehlstellung zwischen 1 und 4 Jahren.


Bekomme ich eine lose oder eine feste Zahnspange?

Ob eine lose oder feste Zahnspange für die Behandlung notwendig ist, kann erst in der Planung festgelegt werden – bestimmte Probleme (z.B. Zahnrotationen oder Zahnwurzelbewegungen) sind mit losen Spangen schwer oder auch gar nicht lösbar.


Was ist bei vorzeitigem Milchzahnverlust (z.B. nach Unfall oder Entfernen durch den Zahnarzt) zu beachten?

Damit ein normaler Durchbruch der folgenden bleibenden Zähne möglich ist, sollte ein künstlicher Platzhalter eingesetzt werden.


In welchem Alter sollte eine kieferorthopädische Behandlung durchgeführt werden?

Bei bestimmten Problemen sind sogenannte Frühbehandlungen bereits ab dem 6. Lebensjahr erforderlich bzw. empfehlenswert. Hierbei soll eine normale Zahn- und Kieferentwicklung ermöglicht werden.
Die meisten Behandlungen werden in unserer Praxis allerdings erst begonnen, wenn die Milchzähne im Seitenzahngebiet wechseln. Ihr Kind ist zu diesem Zeitpunkt in der Regel zwischen 10 und 12 Jahre alt.
Sollten Sie unsicher sein, vereinbaren Sie einen kurzen Kontrolltermin bei uns. In einer kurzen Untersuchung erhalten Sie eine professionelle Einschätzung der Gebissentwicklung Ihres Kindes. Kosten entstehen Ihnen hierbei keine. Prinzipiell möchten wir für Ihr Kind in kürzestmöglicher Zeit das bestmögliche Ergebnis erreichen.
Besuchen sie auch wikipedia.org/wiki/Zahnwechsel


Welche Kosten kommen auf mich zu?

Wenn eine ausgeprägte Fehlstellung vorliegt, übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für die Grundversorgung bei Kindern und Jugendlichen. Hierfür muss der Kieferorthopäde das Gebiss in kieferorthopädische Indikationsgruppen (KIG) einteilen.
Die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen müssen laut Gesetzgebung „ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich“ sein und dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Gegenüber modernen Therapien sind die Möglichkeiten hierbei eingeschränkt.
Alle Therapieformen oder Therapiemittel, die den Komfort steigern, die Mitarbeitspflicht reduzieren und/oder die Behandlungszeit verkürzen, müssen laut Sozialgesetzgebung privat gezahlt werden.
Eine objektive und fundierte Stellungnahme zu diesem Thema bietet Stiftung Warentest in Ihrem Sonderheft „Kieferorthopädie“ (2009).